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 Viele sagen, man kann Metal nicht mit uralter orientalischer Musik verbinden. Doch genau das tun System of a Down. Dazu kommen noch ganz andere Einflüsse, die Serj Tankian ( Gesang/Keyboards), Daron Malakian (Gitarre), Shavo Odadjian (Bass) und John Dolmayan (Drums) geprägt haben. Alle sind in Armenien geboren, leben aber in Kalifornien, und sind durch ihre Familien mit der Musikkultur des Nahen Ostens in Verbindung gekommen. System of a Down ist eine Crossover Band der extremen Sorte, die trotz ihres orientalischen Einflusses immer hart und aggressiv bleibt und mit ihren Texten die Missstände auf der Welt und vor allem das amerikanische System kritisiert. Die Geschichte der Band beginnt im Jahre 1993. In einem Studio in Los Angeles treffen sich zufällig Tankian und Malakian, die dort mit verschiedenen Bands arbeiten. Beide verstehen sich gut und beschließen die Band Soil zu gründen. Odadjian, der früher mehr Gitarre spielte, geht mit den beiden auf eine Privatschule in Hollywood. Sie verstehen sich so gut, dass Odadjian ständig mit Soil abhängt, bis er von der Band gefragt wird, ob er nicht ihr Manager werden will. Als sich Odadjian dazu entschließt hauptsächlich Bass zu spielen, wird er festes Mitglied in der Band. Später kommt dann noch John Dolmayan dazu und die Band ist komplett. Schließlich nennen sie sich System of a Down und treten in Clubs rund um Los Angeles auf. Im Viper Club wird schließlich Produzent Rick Rubin (Slayer, Red Hot Chili Peppers) auf die Band aufmerksam und ist so begeistert, dass er beschließt mit System of a Down ein Album aufzunehmen und sie bei American Records unter Vertrag zu nehmen. Heraus kam ein musikalisches Gebräu, dass schneller zündet als Nitroglyzerin. „System of a Down“ kommt 1998 auf den Markt und hinterlässt sowohl bei Kritikern, als auch anderen Musikern einen so nachhaltigen Eindruck. Darauf folgt eine Tour im Vorprogramm von Slayer und die Teilnahme bei der Ozzfest-Tour. Danach geht es wieder ins Studio, um das zweite Album aufzunehmen. Es werden insgesamt 33 Songs aufgenommen, von denen es nur 15 auf das neue Album schaffen. Das zweite Werk mit dem Namen „Toxicity“ kommt 2001 auf den Markt. Wieder halten System of a Down an ihrer Erfolgsschnur fest und es erscheint ein Album, welches noch komplexer, dynamischer und bizarrer ist, als der Vorgänger. Trotzdem ist es genau so aggressiv und extrem wie das Debütalbum. 2002 wird dann ihr drittes Album „Steal this Album“ veröffentlicht, welches ausschließlich Songs enthält, die es nicht auf „System of a Down“ und „Toxicity“ geschafft haben. System of a Down verwenden in ihrer Musik alle Arten von Musik wie Punk, HipHop, Metal Gothic, Jazz und natürlich Musik aus dem Nahen Osten. Ein weiteres wichtiges Merkmal ihrer Musik ist die extreme Dynamik und der schnelle Tempowechsel, der sehr häufig in kurzen Abständen statt findet. Außerdem ist die Art des Gesangs sehr auffällig, der wie die Instrumente stark auf Wechsel der Lautstärke, der Tonhöhe und des Ausdrucks basiert und oft sehr übertrieben, wie z.B. beim rollen des „R“ ’s ausfällt. Dazu fallen System of a Down nicht nur durch, wie oben bereits erwähnt, durch ihre politisch provokanten Texte auf, sondern auch durch ihr Handeln in Form von Demonstrationen oder Unterschriftensammlungen. Also ist System of a Down eine Band, die politisch aktiv ist und versucht auf Missstände in Amerika oder anderen Ländern aufmerksam zu machen. Jüngst beherrschten sie die Schlagzeilen mit ihrem Anti- Kriegs- Song „Boom“ und durch ihr demonstrieren gegen den Irakkrieg. Als Albumtipp stelle ich euch „Toxicity“ vor. Das Album besticht durch einen sehr harten Sound, der jedoch nicht dumpf klingt und durch Schreien zerrissen wird. Durch die vielen Tempowechsel, den fremdartigen klängen, der zum teil anderen Tonleiter und dem genialen Zusammenspiel der Stimmen von Tankian als Leadvocalist und Malakian als Backvocalist ist „Toxicity“ eines der besten Alben der Crossover – Geschichte!
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